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Wendt & Kühn Orchesterengel

Das Engelorchester aus dem Erzgebirge

Seit dem Jahre 1923 erfreuen die Musikantenengel aus dem Erzgebirge nach dem Design der Grünhainichener Firmenmitbegründerin Grete Wendt ihre Besitzer. Jedes einzelne der bemalten Holzengelchen entsteht durch bewährte traditionelle Fertigungsschritte und sorgfältige liebevolle Handarbeit.

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Hier ein Einblick in die Fabrikation: Nach rund zweijähriger Holzlagerung zwecks Trocknung werden zunächst Rohteile erzeugt. Danach beginnt die Feinarbeit der Drechsler, die die grundlegenden Formen für die Figurenteile erschaffen. Als nächstes wird minutiös gefräst, geschnitten und verschliffen, damit die Musikantenengel aus stimmigen Elementen als kunstvolle figürliche Kompositionen gestaltet werden können. Die Form ist nun fertig und wird für die Bemalung in mehreren Schritten sorgfältig grundiert. Diese Bemalung darf nur von erwählten Künstlern mit ruhiger Hand und Schönheitssinn ausgeführt werden, da sie wesentlich den Charakter der Figur bestimmt. Das Ergebnis sind in diesem Fall die bezaubernden Musikantenengel, die als begehrte Dekorationen und Sammlerobjekte nach ihrer Fertigung in die weite Welt hinaus reisen.

Engelorchester von Wendt & Kühn: der Ursprung

Die Geschichte des kunsthandwerklichen Unternehmens Wendt & Kühn begann, als Margarete (Grete) Wendt und Margarete (Grete) Kühn 1915 die offene Handelsgesellschaft „M. Wendt & M. Kühn“ gründeten. Doch zuvor hatten sie ein Abkommen geschlossen: Sollte eine von ihnen heiraten, würde sie die Firma verlassen, da (seinerzeit) der Ehemann das Verwaltungsrecht über das Vermögen der Ehefrau innehatte. Firmenmitbegründerin Grete Wendt (1887–1979) war die Tochter des Grünhainichener Spielwarenfach- und Gewerbeschuldirektors Albert Wendt; sie und Grete Kühn kannten sich seit ihren vorbereitenden Studien 1906 an der Kunstgewerbeschule der Geschwister Kleinhempel in Dresden. Von 1907–1911 studierten die beiden jungen Frauen dann an der Königlichen Kunstgewerbeschule ebendort. Das war keine Selbstverständlichkeit, denn diese Königliche Akademie ließ überhaupt erst seit 1907 Frauen zum Studium zu. Nach erfolgreichem Abschluss und Rückkehr nach Grünhainichen 1912 wurde Grete Wendt 1913 im Rahmen eines Wettbewerbs von dem Verein für Sächsischen Heimatschutz für eine Figurengruppe mehrfach ausgezeichnet. Als 1915 die Firmengründung stattfand, gehörten zu den ersten Erzeugnissen unter anderem auch Lichterengel, und 1923 dann entwarf Grete Wendt ihre ersten Musikantenengel.

Wendt & Kühn: Unternehmensgeschichte bis zur Pariser Weltausstellung 1937

Zu dieser Zeit war Grete Wendts Bruder Johannes bereits kaufmännischer Leiter (seit 1919), und die Firmenmitbegründerin Grete Kühn war, wie verabredet, ausgeschieden, als sie 1920 den Architekten Albert Lohrisch heiratete. Sie wirkte weiterhin erfolgreich als Künstlerin und prägte den Stil erzgebirgischer Volkskunst entscheidend mit. In diesem Jahr 1920 war die ebenfalls an der Dresdner Akademie ausgebildete Olga (Olly) Sommer (sie heiratete später Johannes Wendt) zu dem inzwischen als „Wendt & Kühn OHG“ eingetragenen Unternehmen gekommen; auch ihr Talent führte zu der zukünftigen Gestaltung berühmter Figurengruppen von Wendt & Kühn. Den Beginn des auch internationalen Erfolges des Unternehmens aber - wie für erzgebirgische figürliche Volkskunst überhaupt - bescherte im Jahre 1937 das Engelorchester: Bei der Pariser Weltausstellung wurde die Figurenkomposition „Engelberg mit Madonna“ mit einer Goldmedaille und einem Grand Prix ausgezeichnet. Ein Motto der Pariser Weltausstellung 1937 war übrigens die Betonung der Wichtigkeit des Weltfriedens. Erzgebirgische Musikantenengel stimmen nach wie vor in dieses Motto wundervoll ein.

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